Schafbergkante

Schafbergkante sanft saniert

Peter Diener und Werner Küng haben am 15. Mai 2022 die viel begangene Schafbergkante mit Material von Eastbolt sanft saniert. Hauptsächlich wurden die Standplätze mit zwei Bohrhaken versehen und diverse alte Ringbohrhaken und Normalhaken ersetzt. In der Schlüsselstelle wurden nach einem Felsausbruch zwei neue Bohrhaken optimal platziert. Die Route ist nach wie vor keine Plaisirtour!

Die Informationen zu Zu- und Abstieg und dem benötigten Material haben sich nicht verändert und sind im SAC-Kletterführer Alpstein von Werner Küng zu finden (Ausgabe 2022). Werner stellt hier ein aktuelles Topo mit den neusten Updates  zur freien Verfügung.

Herzlichen Dank Peter und Werner für euren Einsatz!

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Hinterrugg Hohwand – Pfeilerroute Scherrer (6b) saniert

Thomas Wälti und Fabian Guntli haben mit Material von Eastbolt die ‹Pfeilerroute Scherrer› (4 SL, 6b trad) an der Hohwand am Hinterrugg einem Facelifting unterzogen. Thomas hat uns folgenden Text und ein schönes Topo zukommen lassen:

«Wir fanden die Route super! Sie bietet fast immer tollen Fels und ist völlig ausreichend absicherbar. Es ist eine ideale Route, um wieder einmal etwas traditionell zu klettern. Wir haben neue Stände gebohrt, alle Normalhaken nachgeschlagen, teils lose Blöcke entfernt und die Route geputzt.

Unten haben wir durch den markanten Kamin eine neue und wirklich lohnende Einstiegsvariante dazugefügt. Insbesondere wenn man im oberen Teil der Seillänge nicht einfach das Grasbändchen auf den Pfeilerchopf hochläuft. Die Ausstiegsseillänge bietet oben leicht linkshaltend durch die leicht überhängende Wand eine sehr schöne Ausstiegsvariante. Das Original führt rechts durch den etwas brüchigen kurzen Risskamin auf die brüchige Pfeilerausstiegskante hinter der markanten überhängenden Felsnase.»

Praxistipps:

  • Nötig ist 1 Satz Cams (z.B. BD C4 0.3-2) & Keile
  • Zustieg von unten oder durch Abseilen über Magisches Theater bzw. Souffleur Fou (bei letzterer kann es schwierig sein, am obersten Stand das Seil abzuziehen).
  • Die Pfeilerroute Scherrer ist eine der am längsten schattigen Churfirstenrouten. Die Exposition dreht sich mit dem Verlauf gegen oben immer weiter nach Westen.
  • Weitere Infos zum Gebiet im vergriffenen SAC-Kletterführer Churfirsten (Thomas Wälti, 1995). Eine Neuauflage wird im 2023 erscheinen.

Herzlichen Dank Fabian & Thomas für euren Einsatz!

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Brochne Burg: Updates

Im v.a. bei Anfängern und Plaisirkletterern beliebten Klettergarten Brochne Burg wurden uns lose Klebehaken gemeldet. Diese stammen von einer früheren Sanierung und wurden nicht von Eastbolt gesetzt. Christian Dürr hat für uns einen Augenschein vor Ort genommen. Schliesslich hat er die drei Routen Morgaschiiser, Eslein streck dich und Nachtschiiser komplett saniert, auch der abgebildete Stand wurde dabei ersetzt. Darüber hinaus hat ein abgebrochener Ast Kletterende und Sichernde im Sektor Burggraben gefährdet. Auch diese Gefahrensituation haben Christian und Kollegen eliminiert. Vielen herzlichen Dank für euren prompten Einsatz!

Hans im Wunderland

Näfels/Plattenkreuz – Hans im Wunderland (6b+)

Anna Enrich und Mike Schwitter haben mit Material von Eastbolt eine alte Route von Hans Rauner am Plattenkreuz bei Näfels aus dem Dornröschenschalf geholt. Die 4 Seillängen wiesen sehr altes Material auf und wurden laut dem noch vorhandenen und lesbaren Wandbuch zuvor im Jahr 1995 das letzte Mal begangen.

Nach aufwändiger Arbeit zum Putzen und Sanieren ist dabei eine rasch zugängliche, sonnig exponierte und damit fast ganzjährig kletterbare MSL-Route entstanden, die auf den Namen Hans im Wunderland lautet. Herzlichen Dank Anna & Mike für euren Einsatz am Fels, das hervorragende Topo und die (privat finanzierte) 6c-Neutour nebenan, welche man gleich noch zum Dessert klettern kann.

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Ankersetzkurs

Einen Sonntag mit so richtigem Hudelwetter haben 7 Mitglieder von Eastbolt genutzt, um bei Andreas Brunner von Bergimpuls (Bergführer, ebenfalls Mitglied von Eastbolt) einen Kurs über Theorie und Praxis des Hakensetzens sowie für Materialtests zu besuchen. Dieser fand im Kubel in St. Gallen, dem Ausbildungszentrum des Schweizerischen Berführerverbands statt und bot mancherlei faszinierende Einblicke. 

So richtig spannend wurde es dann, als am entsprechenden Gerät allerlei Fundstücke «aus freier Wildbahn» einer Zerreissprobe unterzogen werden konnten. Mit dabei einige daheim nach dem letzten Besuch sorgfältig gelagerte, so richtig typische Wenden-Gammelschlingen. Oder Haken- und Standplatzmaterial welches bei der (z.Z. noch nicht abgeschlossenen) Sanierung der Via Acacia im Rätikon entfernt wurde.

An dieser Stelle herzlichen Dank an Andreas Brunner für den äusserst lehrreichen und wärmstens zu empfehlenden Kurs! Wir werden in Zukunft sicher weitere solche Events für unsere Mitglieder durchführen. Über zusätzliche Interessenten freuen wir uns jederzeit. 

Bohrhaken aus der Via Acacia im Rätikon mit Original-Lasche und -Schraube. Die Lasche hat erst bei beruhigenden ~27kN versagt, die Schraube hat gehalten. Montiert wurde der Haken in eine eingeklebte Gewindehülse in einem Granitblock. In Realität wäre vermutlich die Bohrkrone oder der sie umgebende Fels der schwächste Punkt.
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Schafbergwand: Wandfussplatten

Mit Unterstützung von Eastbolt haben Marco Wasina und Werner Küng ab 2018 einerseits alle bis dahin schon existierenden Routen an den Wandfussplatten an der Schafbergwand saniert und andererseits (privat finanziert) über 40 neue Routen eingerichtet. Detaillierte Infos und Topos findet man im neuen Kletterführer Alpstein Ausgabe 2022 von Werner Küng, der ab sofort erhältlich ist (Link zum SAC-Shop).

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Galerie: Todesfalle eliminiert

Achtung Lebensgefahr!!! Leider müssen wir ein weiteres Mal vor solchen, scharf eingeschliffenen Karabinern warnen. Diese können schon bei einem normalen Sportklettersturz zu Seilriss und Absturz führen. Somit sind sie um ein Vielfaches gefährlicher wie ein rostiger Bohrhaken. Marcel Dettling hat dieses Exemplar in der Thai City (8a) auf der Galerie gefunden und mit einem Stahlkarabiner ersetzt.

Bitte prüft fixe Exen vor der Verwendung immer auf scharfe Kanten, entfernt gefährlich eingeschliffene Karabiner umgehend (selbst wenn ihr nicht ersetzen könnt) und hinterlasst nur Stahlkarabiner als fixes Material. Falls ihr keine solchen habt, bei unseren Materialverantwortlichen sind sie kostengünstig erhältlich.

Galerie: King Kong (6a) saniert

Jürgen Bormann hat für Eastbolt mit King Kong (6a) auf der unteren Galerie (Sektor A im Extrem Ost by Filidor) eine versteckte Perle wieder kletterbar gemacht.

Die Route hat dabei ein komplettes Facelifting erhalten. Korrodierte Bolts wurden ersetzt, die Hakenabstände der Schwierigkeit angepasst und der Stand optimal zur Linie etwas nach unten versetzt. Wo nötig wurde die Route geputzt, so dass dem Klettergenuss nichts im Wege steht.  

Der Einstieg in die eigentliche, erst auf halber Höhe startende King Kong kann wie bisher über den Klettersteig von rechts her erfolgen. Viel lohnender ist aber der von Jürgen neu erschlossene (privat finanzierte) Direkteinstieg. Diese Variante heisst King Kong Direkt (6a) und macht die Route gleich nochmals viel lohnender. Es warten 40m Klettergenuss am Stück, welche ganz sicher viele begeisterte Wiederholer finden werden. Vielen Dank Jürgen für deinen Einsatz am Fels!

Der Verlauf von King Kong Direkt (6a)
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Sanierung Albigna Seeplatten

Martin Ruggli hat zusammen mit lokalen Kletterern aus dem Bergell die tollen und absolut familientauglichen MSL-Routen auf den Seeplatten im Albignagebiet saniert. Das Material wurde je hälftig von Eastbolt und der hüttenbesitzenden SAC-Sektion Hoher Rohn finanziert. Ein aktuelles Topo findet sich auf dem Instagram-Account der Capanna Albigna (Link). Herzlichen Dank allen Beteiligten für den Einsatz!
Klettergarten Schweizereck

Klettergarten Schweizereck

Der Klettergarten am Fuss des Schweizerecks fällt einem immer wieder ins Blickfeld, wenn man eine der MSL im Bereich des Grüscher Älpli angeht. Die wenigen Routen aus den 90er Jahren (eingerichtet durch Jörg Nuber) und der Fakt, dass man kaum ins Rätikon fährt nur um in einem Klettergarten zu klettern, sind wohl die Gründe, weshalb der Besucherandrang hier recht gering ist.

In den Jahren 2019-2021 wurde dem Klettergarten durch Gabriel Glaus neues Leben eingehaucht. Bis anhin gab es nur zwei Routen ganz links und zwei Routen im rechten Randbereich der Wand. Die zwei Routen im linken Teil wurden nicht saniert und sind hier nicht aufgeführt (6b und 7b+; vgl. SAC Kletterführer Graubünden). Im Bereich der zwei Routen im rechten Teil wurden drei neue Routen eingebohrt, wobei die Linien der alten Routen teils verwendet wurden und diese immer noch kletterbar sind (vgl. Topo).

Zwischen den bestehenden Routen wurde ein Dutzend Neutouren erschlossen, welche bisher noch nicht alle frei geklettert wurden. Zudem ist das Projekt „La Speranza“ unvollendet, da in der Schlüsselstelle bis jetzt keine kletterbare Linie gefunden wurde. Die Projekte sind generell offen für alle.