Handklemmer

Wissbergwand

Jürgen Bormann hat mit der Wissbergwand ein altes und in Vergessenheit geratenes Klettergebiet von Erich Rütsche und Emil Zopfi wiederentdeckt und aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Es befindet sich im Massiv des Mürtschenstocks auf 1320m und ist nach N/W ausgerichtet, damit v.a. für die Sommerzeit interessant.

Die Nacherschliessung und Sanierung der alten Routen mit Material von Eastbolt ist zwar noch nicht vollständig abgeschlossen und wird im 2026 fortgesetzt. Besucher sind aber jetzt schon willkommen. Es gibt schon viele Routen die zum Klettern bereit sind, Details entnehme man dem Topo von Jürgen.

Zustieg: von Obstalden nach Hüttenberge (Ausgangspunkt für die Firzstock-Skitour), wo wenige Parkplätze vorhanden sind. Von dort der Alpstrasse entlang nach Planggschwändi P.1143, von wo man ca. 100hm dem Wanderweg folgt. Dann horizontal nach rechts zum Waldrand. Das Gebiet liegt auf der NW-Seite auf einem Band im Wissbergwald. Der letzte Teil des Zustiegs ist mit Steinmännern markiert, zu Fuss ca. 40 Minuten ab Hüttenberge.

sektor Monolith Wissbergwand
Der Sektor Monolith an der Wissbergwand
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Graustein: Neutour Artemis (7c)

Lukas Bertoli hat zusammen mit seinem Vater Roger Bertoli im Sommer 2022 eine neue Route im Rätikon eingerichtet und sie im vergangenen Jahr nun punkten können. Die Artemis (7 SL, 7c) befindet sich am Graustein in Partnun, wo sie zwischen den beiden schon existierenden Routen Luftballon (6c) und Ulato (6c) in die Höhe zieht.

Laut den Angaben von Lukas wird einem steile Plattenkletterei an kleinen und scharfen Leisten geboten. Er beschreibt die Route als mit einer plattigen 6b+ beginnend, gefolgt von einer steilen 7a-Platte. Die folgende 7c-Cruxlänge biete sehr technische und kleingriffige Kletterei, gefolgt von einer erneut steilplattigen 7a. Zum Dessert folge dann noch eine 7b+ mit kräftigem Start und psychisch anspruchsvollem Plattenfinish. 

Danach könne entweder über eine 4a-Länge der Gipfel erreicht und zu Fuss abgestiegen werden. Alternativ sei auch das Abseilen über die Route eingerichtet. Die Absicherung der Route sei gut und es würden keine mobilen Sicherungsmittel benötigt. Lukas hat uns auch ein Topo zur Verfügung gestellt, vielen herzlichen Dank!

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Die Wand vom Graustein in Partnun, durch welche die Route verläuft.
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Im Bild die erste Seillänge der Route (6b+).